Presseartikel der K+S Kali GmbH zur Haltenerweiterung am Standort Wintershall


Der Monte Kali muss erweitert werden

Die als Monte Kali bekannte Halde IV am Standort Wintershall des Werkes Werra in Heringen muss erweitert werden, denn die bisherige Haldenfläche reicht nur noch bis zur Jahresmitte 2020. Deshalb plant die K+S KALI GmbH eine entsprechende Erweiterung der Rückstandshalde um 25,7 Hektar. Hinzu kommen ein 100 Meter breiter Randstreifen, der 16 Hektar umfassen wird, sowie ein Haldenwasserbecken, für das 1 Hektar erforderlich ist. Während die Fläche also zunehmen wird, wird die Halde nicht weiter in die Höhe wachsen. 
Das Vorhaben ist elementar für den Fortbestand des Standortes Wintershall und unverzichtbar für die Aufrechterhaltung der Produktion auch in den nächsten zehn Jahren.

Umfangreiches Schutzkonzept sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

Um Auswirkungen des Vorhabens auf die Umwelt auf ein Minimum zu reduzieren, wurde von K+S ein umfangreiches Schutzkonzept erarbeitet. So wird unter der Beschüttungsfläche eine 75 cm mächtige, mehrschichtige Dichtung eingebaut. Wie bei der Haldenerweiterung am Standort Hattorf wird der Eintrag von salzhaltigem Wasser ins Grundwasser damit weitgehend vermieden. Auf dem Haldentop werden – wie auf der Halde am Standort Hattorf – Polder­becken errichtet, um Niederschlagswasser aufzufangen, bevor es in die Halde eindringt. Da eine Versickerung von Haldenwässern nicht vollständig vermieden werden kann, werden Brunnen errichtet, mit denen salzhaltige Wässer gefasst werden.

Die entstehenden Eingriffe in Natur und Landschaft werden durch standortnahe und standortferne Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen kompensiert. Maßnahmen im Vorfeld der Erweiterung sorgen für den Schutz besonders und streng geschützter Tierarten im Umfeld der Halde. So werden beispielsweise Nistkästen für Fledermäuse und Vögel, Kunsthorste für Greifvögel sowie Kobel für die Haselmaus ausgebracht. Darüber hinaus ist geplant, im Moor bei Haunetal-Wehrda eine großflächige Feuchtwiesenlandschaft mit Moorvernässung zu entwickeln und Ackerflächen bei Hohenroda-Soislieden in extensive Frischwiesen umzu­wandeln. Die für die geplante Erweiterung beanspruchte Waldfläche wurde bereits im Vorfeld durch Ersatzaufforstungen vollständig ausgeglichen.

Weiteres Vorgehen und weiterführende Informationen

Vor einer Beschüttung der Erweiterungsfläche wird ein bergrechtliches Genehmigungs­verfahren durchgeführt. K+S hat hierfür Antragsunterlagen erstellt und diese im April 2018 erstmals beim Regierungspräsidium Kassel eingereicht. Im Ergebnis der Vollständig­keits­prüfung durch die Behörden wurden die Antragsunterlagen um ein Grundwasserschutz­konzept ergänzt und in einer erweiterten Fassung im Juni 2019 vorgelegt.

Aktuell kann der Genehmigungsantrag im Internet (https://rp-kassel.hessen.de/umwelt-natur/verfahren-kaliindustrie/haldenerweiterung-wintershall/antragsunterlagen-wintershall) sowie bei der Stadt Heringen, der Stadt Werra-Suhl-Tal, den Gemeinden Wildeck, Hohenroda, Haunetal und den Behörden eingesehen werden. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit zur Abgabe von Einwendungen und Stellungnahmen. Im Anschluss erfolgt der Erörterungs­termin, bei dem die abgegebenen Stellungnahmen und Einwendungen besprochen werden. Im Nachgang des Erörterungstermins sind erste vorbereitende Maßnahmen auf der Erweiterungsfläche nötig (z.B. Errichtung der Untergrundabdichtung), damit die Beschüttung spätestens Mitte 2020 erfolgen kann.