Baut euch selber eine Regenwurm-Beobachtungsstation!


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

auch in den Kindertagesstätten der Stadt Heringen (Werra) ist der Frühling eingezogen. Die Tage werden milder und immer wieder blitzt die warme Sonne durch die Wolken. Das heißt für uns raus aus dem Haus und ab in die Natur, wer findet zuerst bunte Frühblüher wie z.B. Schneeglöckchen oder Krokusse? Wie ist es mit den Insekten, die so langsam wieder aktiv werden? Wo findet man diese am leichtesten? Vielleicht lässt sich ja auch ein kleines Krabbeltier blicken und wir können dieses beobachten und erforschen. Diese Fragen und noch einige mehr kamen in den letzten Tagen auf. Nun gehen wir gemeinsam mit den Kindern auf Antwortsuche. Die Natur zu erleben heißt, ihre Wunder zu bestaunen, sie anzuschauen und für Kinder erlebbar und erfahrbar zu machen. Aber getreu nach dem Motto: April April der weiß nicht was er will“ kamen einige Regenschauer und somit auch ganz besondere Tierchen ans Tageslicht. Die Kinder beobachteten und sammelten Regenwürmer, einige verschwanden wieder im Erdboden, andere wurden mit der Schaufel versehentlich in zwei geteilt. Das Interesse an den wirbellosen Tierchen war groß und der Wunsch eines Regenwurmhotels kam auf. Vielleicht haben sich Ihre Kinder zuhause auch schon einmal gefragt, was Regenwürmer den ganzen lieben langen Tag so tun? Um das herauszufinden, können sie ganz einfach ein Experiment durchführen: Baut euch selber eine Regenwurm-Beobachtungsstation!

Dazu braucht ihr:

Einmachglas, Erde, Sand, Laub oder Grasschnitt, Schaufel, ein dunkles Tuch und eine Sprühflasche mit Wasser

Und so geht’s:

Schritt 1:

Ihr nehmt euer bereitgestelltes Einmachglas, oder ein durchsichtiges Gefäß, das oben offen ist

Schritt 2:

Befüllt nun das Glas abwechselnd in Schichten aus feuchter Erde und Sand, bis das Glas ca. dreiviertelst voll ist. Wenn die Erde und der Sand trocken sein sollten, könnt ihr die Schichten zwischendurch mit einer Sprühflasche befeuchten. Darüber legt ihr welkes Laub oder Grasschnitt

Schritt 3:

Jetzt geht es ans Würmer sammeln: Grabt im Garten vorsichtig mit einer kleinen Schaufel in der Erde herum. Wenn es vorher geregnet hat, werdet ihr schnell ein paar Würmer finden. Die gefundenen Würmer nehmt ihr vorsichtig in die Hand und setzt sie in die Beobachtungsstation. Ihr könnt jetzt sehen, wie sie gleich in der Erde verschwinden, denn Regenwürmer sind sehr lichtscheu.

Schritt 4:

Deckt das Glas mit einem dunklen Tuch ab und stellt es an einem ruhigen, sonnengeschützten Platz in der    Wohnung auf. Von nun an müsst ihr die Beobachtungsstation regelmäßig feucht halten, damit die Würmer nicht austrocknen. Aber nicht zu viel gießen, damit sie nicht ertränkt werden! Am besten nehmt ihr eine Sprühflasche, so kann man das Wasser gut dosieren.
Bald schon könnt ihr beobachten, wie die Regenwürmer Gänge in die Erde graben und die verschiedenen Sand- und Erdschichten miteinander vermischen. Auch die Pflanzenreste werden von ihnen in den Boden gezogen und zu wertvoller Erde verarbeitet.
Sorgt gut für eure neuen Mitbewohner: achtet darauf, dass die Erde feucht, aber nicht nass ist. Gebt ihnen regelmäßig Pflanzenreste und haltet das Glas mit dem Tuch bedeckt.

Wenn ihr sie genug beobachtet habt, lasst sie behutsam im Garten wieder frei.

Viel Spaß beim Nachmachen.

Sie werden sehen, die Kinder werden sich begeistert der Naturbeobachtung widmen. Sie bekommen einen ganzheitlichen Einblick in den Lebensraum der Regenwürmer und erfahren dadurch wie wichtig auch die kleinsten Bewohner unserer Erde sind.

                                                                       

Josefine Heller
Kindertagesstätte Lengers




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Kindertagesstätte Wölfershausen
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