Urzeitbewohner in der Kindertagesstätte Wölfershausen!


Liebe Leserinnen und Leser,

Wir hatten Besucher aus der Urzeit. Wussten Sie das schon?

Alles begann an einem Freitag in einer Kinderbesprechung. Als ein Junge voller Euphorie und Spannung von seinen Urzeitkrebsen den anderen Kindern berichtete.
Urzeitkrebse was ist denn das?
Es wurde Spekuliert und Gerätselt und dem Jungen zahlreiche Fragen gestellt. Das Interesse war so groß, dass wir gemeinsam in der Kinderbesprechung beschlossen, auch solche Krebse in unserer Kindertagesstätte Wölfershausen zu züchten.

Doch zunächst einmal gab es viele Fragen zu klären:

- Wo züchten wir unsere Urzeitkrebse?
- Was brauchen wir alles dafür?
- Wer kümmert sich um was?

Zwei Erzieherinnen, die selber hoch motiviert und großes Interesse an dem Thema Urzeitkrebse hatten, machten sich gemeinsam mit den Kindern auf diese Reise die Urzeit zu entdecken. Somit gingen wir mit den Kindern auf die Suche nach einem geeigneten Platz für unsere neuen Bewohner. Dies war nicht so einfach, da die Krebse Licht und Wärme brauchen um sich wohl zu fühlen, zu schlüpfen und zu wachsen. Die Suche war erfolgreich, den perfekten Platz haben wir in unserem Wohn/-Esszimmer gefunden. Alle Materialien wurden besorgt damit es endlich losgehen konnte. Jetzt kam der spannende Teil, wir füllten destilliertes Wasser in unser Aufzuchtbecken, fügten das Eiersandgemisch hinzu und nun hieß es warten! Die Spannung stieg ins unermessliche, jeden Morgen war der erste Weg der Kinder an das Aufzuchtbecken. Wir warteten und warteten...die Tage vergingen...nach fünf Tagen mussten wir leider feststellen, dass nichts geschlüpft war. Wir ließen uns davon nicht unterkriegen und versuchten es gleich noch einmal. Wieder hieß es warten und nach drei Tagen konnten wir, mit bloßem Auge kaum erkennbar, Bewegungen in unserem Becken feststellen. Das Schlüpfen war erfolgreich, doch diesmal machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Durch Mehrtägiges Schneechaos, konnten wir leider die Kindertagesstätte nicht besuchen und unsere Krebse somit nicht füttern. Also scheiterte auch dieser Versuch. Trotz dieses Rückschlages blieben die Kinder weiterhin neugierig und wollten unbedingt noch einen dritten Versuch starten, ganz nach dem Motto: „alle guten Dinge sind Drei“.

Um die Krebse aus ihren Eiern zu locken, dichteten wir gemeinsam mit den Kindern ein Lied:

1. „Krebschen, Krebschen komm aus deinem Ei, Ei, Ei..fidiralala,…“
2. „wir warten schon so lang, lang, lang und sind doch so gespannt, spannt, spannt fidiralala…“
3. „wann macht es endlich knack, knack, knack und du kommst aus dem Ei, Ei, Ei fidiralala.“

Jeden Tag sangen wir es unseren Eiern vor und dann war es endlich soweit. Die Krebschen schlüpften und sieben der Krebschen wuchsen heran. Voller Begeisterung dichteten wir weitere Strophen dazu:

4.„ jetzt bist du endlich da, da, da da freuen wir uns ja, ja, ja fidiralala…“         
5. „jetzt schwimmst du endlich rum, rum, rum und frisst dich groß und rund, rund, rund fidiralala.“

Jeden Morgen liefen die Kinder zu dem Becken um nach ihnen zu sehen und zu beobachten wie flink und schnell sie durchs Wasser glitten und ihre Loopings drehten, wie Artisten in einer Unterwasserwelt. Wie groß war dann der Schrecken, als sie am Morgen feststellten, dass zwei ihrer lieben Krebschen von den anderen verspeist wurden, so kamen die Kinder auf die Idee mit der sechsten Strophe ihre verbliebenen Krebse zu warnen,        

6. „sei auf der Hut, versteck dich gut, sonst schmeckst du einem Großen gut fidiralala“.            

Auch tagsüber betrachteten sie lange das Becken und philosophierten über die Entwicklung unserer Urzeitbewohner. Im Alltag griffen wir durch zahlreiche Angebote das Thema immer wieder auf, zum Beispiel durch Experimente, Fingerspiele, Bastelaktivitäten und vieles mehr. Nach 3-wöchiger Lebensdauer mussten wir mit Bedauern feststellen, dass unsere Hausbewohner an Altersschwäche alle gestorben waren. Sie erreichten ganze 5-7 cm was wir nun endlich messen konnten, da sie nicht mehr so rum- zappelten. Nun dichteten wir die letzten zwei Strophen des Liedes:       

7. „kein zappeln hin, kein zappeln mehr, die Krebschen bewegen sich nicht mehr, fidiralala…“     
8. „jetzt seid ihr nicht mehr da, da, da, so sind wir traurig, ja, ja, ja, fidiralala…“.

Unter dem Mikroskop schauten wir uns die Krebse ganz genau an.

Dabei konnten die Kinder mit voller Begeisterung die zahlreichen äußerlichen Merkmale erkennen, wie die Zangen am Schwanz, die Augen, den Panzer, die Haare an den Beinen und vieles mehr.
Das Themas „Urzeittiere“ hat uns allen, Groß und Klein Spaß gemacht und jeder konnte viel Wissenswertes für sich mitnehmen.
Das Highlight zum Abschluss, jedes Kind bekam sein eigenes Urzeitei mit nach Hause, um dieses schlüpfen zu lassen.
Noch heute erzählen die Kinder immer wieder gerne von ihren Erlebnissen und Erfahrungen, die sie bei diesem Experiment gesammelt haben.

Stefanie Bippart und  Loreen v. Juterzenka
Kindertagesstätte Wölfershausen

          




Ansprechpartner

Kindertagesstätte Wölfershausen
Pädagogische Gesamtleitung
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