Land unterstützt Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Herfa
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Die Weichen für ein neues Feuerwehrgerätehaus im Stadtteil Herfa sind gestellt: Innenstaatssekretär Martin Rößler überreichte am Freitag, 16. Januar, vor der bisherigen Unterkunft der Freiwilligen Feuerwehr einen Zuwendungsbescheid über knapp 154.300 Euro. Mit dem Geld unterstützt das Land Hessen den Neubau eines modernen Feuerwehrhauses, dessen Arbeiten voraussichtlich im kommenden Herbst starten sollen. Das Projekt soll 2028 fertiggestellt sein.
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„Sieht doch noch gut aus“, scherzte Rößler bei seiner Ankunft, doch bei der anschließenden Besichtigung mit Wehrführer Jonas Erbe, Bürgermeister Daniel Iliev, Vertretern der städtischen Gremien, den Landtagsabgeordneten Stefanie Klee, Tanja Hartdegen und Kaya Kinkel, sowie Landrat Torsten Warnecke wurde klar, dass Ausstattung, Platzangebot und Bausubstanz des aktuellen Gebäudes den heutigen Anforderungen nicht mehr genügen.
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Die geplante neue Unterkunft ebenfalls an der Eisenacher Straße, neben dem Gemeinschaftshaus, umfasst eine großzügige Fahrzeughalle für zwei Stellplätze, eine Werkstatt und Lagerräume, getrennte Umkleide- und Sanitärbereiche inklusive Duschen mit Schwarz-Weiß-Trennung für kontaminationsfreie Bereiche, Schulungs- und Sozialräume, Büro- und Funkräume sowie eine Notstromversorgung. Auch Parkplätze für die aktuell 25 aktiven Einsatzkräfte sind vorgesehen.
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Rößler betonte die Bedeutung einer zeitgemäßen Infrastruktur für die Ehrenamtlichen: „Die freiwilligen Feuerwehrleute in Hessen brauchen moderne Feuerwehrfahrzeuge, um ihren Dienst zum Wohl der Menschen bestmöglich leisten zu können.“ Auch wenn die Landesförderung nur einen Teil des rund drei Millionen Euro teuren Projekts abdeckt, sei sie ein wichtiges Zeichen der Unterstützung.
Bürgermeister Daniel Iliev unterstrich die Notwendigkeit des Neubaus: „Wir bauen hier keine Gartenhütte, sondern ein hochkomplexes Hightech-System. Die Platzverhältnisse im und vor dem alten Gebäude sind beengt, und die gesetzlichen Vorgaben des technischen Prüfdienstes lassen keine andere vernünftige Lösung zu.“ Er dankte der Feuerwehrführung für die engagierte Mitwirkung in der Vorplanungsphase. Landrat Torsten Warnecke (SPD) wies auf die Herausforderungen für Kommunen hin, die bestmögliche Ausstattung für Ehrenamtliche mit begrenzten Mitteln umzusetzen. Gleichzeitig sei es wichtig, die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten – auch aus der Erfahrung, dass Vorgaben des technischen Prüfdienstes nicht willkürlich, sondern oft aus ernsten Umständen resultierten.
Die bisherige Feuerwehrunterkunft war 1962 nach neunjähriger Planungs- und Bauzeit eröffnet worden, erläuterte der Herfaer Feuerwehrmann Kevin Breuer. Damals verzichtete man aus gestalterischen Gründen auf einen Schlauchturm, um den Blick auf den benachbarten Kirchturm nicht zu beeinträchtigen. Erst 1972 zog das erste Löschfahrzeug ein; spätere Renovierungen und Anbauten folgten 1986, 1996 und zuletzt 2010. Für die Freiwillige Feuerwehr Herfa bringt der Neubau nicht nur moderne Räume, sondern auch verbesserte Übungs- und Einsatzbedingungen. Mit der Landesförderung ist ein entscheidender Schritt getan. Die nächsten Etappen umfassen die Vergabe statischer Berechnungen, Baugrunduntersuchungen und den Bauantrag, bevor im Herbst die ersten Arbeiten beginnen sollen.
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Fachbereich 3-Bauen
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