Südhessen auf dem Monte Kali
Reisegruppe des Städte- und Gemeindebundes besucht das Werra-Kali-Revier
Heringen. Vertreterinnen und Vertreter des Hessischen Städte- und Gemeindebundes aus dem Rhein-Main-Gebiet waren kürzlich zu Besuch in Heringen. Organisiert hatte diese Exkursion ins Werra-Kali-Revier Heringens Büroleitender Beamter Michael Ernst, der im Tagesgeschäft eng mit den Referentinnen und Referenten des Dachverbandes der kreisangehörigen Städte- und Gemeinden in Hessen zusammenarbeitet.
Ein markanter Erinnerungspunkt war dabei natürlich die Besteigung des Monte Kali. Los ging es davor am Hexentanzplatz mit einem von den städtischen Bediensteten Simone Mohr und Anja Hildebrandt vorbereiteten zünftigen Tscherperfrühstück, der Mahlzeit der Bergleute. Nach Begrüßung durch Bürgermeister Daniel Iliev und einer kurzen Erläuterung von Dr. Hanka Poppitz, der Leiterin Umwelt des Kaliwerkes Werra, aus ihrem Arbeitsbereich, übernahmen die Haldenführer Jörg Wolf und Udo Wolf bergwärts die weitere Betreuung der Gäste. Dabei waren zunächst 100 Höhenmeter mit etwa 30 Prozent Steigung im Fußmarsch zu bewältigen. Auf dem Weg nach oben informierten die Haldenführer, selbst ehemalige Bergleute, über den Kalibergbau allgemein. Ein ausführlicher Themenschwerpunkt waren auch die Auswirkungen der Kaliförderung auf die umgebende Natur. Ebenfalls angesprochen wurden die Bemühungen, den Salzeintrag in die Werra stetig zu verringern. Ein wesentlicher technischer Fortschritt sei dabei die Einführung des Trockenverfahrens in der Produktion vor 50 Jahren gewesen. Darüber hinaus würden hier aus dem geförderten Salz neben dem Kali als Dünger zusätzlich hochreine Salze zur Herstellung von Arzneimitteln gewonnen, unterstrich Jörg Wolf die Alleinstellung des Werra-Kali-Reviers.
Oben angekommen, waren für die Besucherschar natürlich die weiträumigen Fernblicke in die Vulkanbasaltkegellandschaft der Rhön sowie in Richtung Norden auf den Meißner beeindruckend. Eine mittlerweile schon großflächig mit Gras bewachsene Zone des Monte-Kali war dann auch die abschließende Wegemarkierung, bevor es wieder talwärts ging.
Danach hatten die Südhessen Bad Hersfeld auf ihrem Routenplan, wo Stadtführer Michael Adam in einer Sonderveranstaltung über Martin Luthers Begegnung mit der Lullusstadt während seiner Reise zum und vom Konzil in Worms informierte. (ha)

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