Weihnachtsgrüße der Kindertageseinrichtungen der Stadt Heringen (W.)


Liebe Leserinnen und Leser,

ein turbulentes und ereignisreiches Jahr neigt sich langsam dem Ende zu. 2020 war geprägt von Unplanbarkeit und man musste sich ständig auf Neues einstellen. Zum Beispiel sollte dieser Artikel schon vor zwei Wochen erscheinen, leider hat sich aber die gesamte Kindertagesstätte Lengers in Quarantäne befunden, wie sicherlich Viele von Ihnen mitbekommen haben. Wer hat sich heute vor einem Jahr ausmalen können, dass unsere Welt heute so aussieht, wie sie aktuell ist?

Auch hier bei uns in der Kita Lengers hat Corona seine Einflüsse in unseren Alltag. Während der ersten Jahreshälfte waren alle Kindereinrichtungen längere Zeit nur im Notbetrieb und nicht alle Kinder konnten während dieser Zeit die Einrichtungen besuchen. Seit Juli befinden wir uns nun schon im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen. All diese Geschehnisse haben einen Einfluss auf uns Erwachsene, aber ebenfalls in hohem Maß auf die Kinder. Auch wenn diese entwicklungsbedingt noch nicht in der Lage sind die Geschehnisse richtig zu begreifen und zu verstehen, haben sie jedoch ein sehr feines Gespür für Veränderungen und nehmen deutlich wahr, wie Corona ihre Lebenswelt verändert hat. Kinder erleben, wie wir Erwachsenen mit der aktuellen Situation umgehen, wie wir vielleicht manchmal ratlos, genervt oder besorgt sind.

Uns Erzieherinnen ist es sehr wichtig, bei all den Veränderungen und Hygienemaßnahmen das Wohl der Kinder mit ihren Familien gut im Blick zu haben. Auch wenn wir unseren Alltag unter Pandemiebedingungen leben, versuchen wir stets für die Kinder so viel „Normalität“ wie möglich zu schaffen. Das bedeutet nicht, dass wir in der Einrichtung so tun, als würde es das Virus nicht geben. Wir thematisieren und ritualisieren gewisse Dinge wie zum Beispiel das Händewaschen kindgerecht und greifen das auf, was die Kinder beschäftigt. Wie immer wenden wir uns mit viel Zeit und Einfühlungsvermögen den Kindern zu, um wahrzunehmen womit sie sich befassen, was sie bewegt, wie sie sich fühlen und ob sie sich vor etwas ängstigen. Rituale und Abläufe, die schon vor Corona in unserer Kindertagesstätte existierten, versuchten wir auch in diesem Jahr unter Berücksichtigung des Hygienekonzepts weiterhin mit den Kindern zu leben. Es ist zwar schon einige Wochen her, aber so fand zum Beispiel auch dieses Jahr für die Kinder ein Laternenfest in anderer Form statt. Nachmittags trafen sich die Kinder mit uns Erzieherinnen in der Kita in gemütlicher Runde. Bei einem Schattenspiel zum Thema Sankt Martin schmeckte das Popcorn gleich noch viel besser. Danach ging es auf unser Außengelände, um auch dieses Jahr unsere selbstgebastelten Laternen strahlen zu lassen.

Obwohl wir in diesem Jahr das Laternenfest ohne großen Umzug und nicht mit den Familien stattfinden lassen konnten, leuchteten die Kinderaugen mit den Laternen um die Wette. Oft benötigt es gar nicht so viel was Kinder fröhlich macht, wie wir Erwachsenen manchmal denken. Es ist generell erstaunlich, dass Kinder häufig die Fähigkeit besitzen, sich auf neue Situationen einzulassen und einfach mit Freude unbefangen Alternativen anzunehmen. Manchmal können wir Erwachsenen uns daran ein Beispiel nehmen und von unseren Kindern lernen.

Die letzten Tage vor der Weihnachtsschließung sind nun angebrochen und auch jetzt in der Adventszeit heißt es für uns in der Kita sich auf das Wesentliche zu besinnen und mit den Mädchen und Jungen das Jahr mit all den Ritualen und Bräuchen der Vorweihnachtszeit ausklingen zu lassen.

Natalie Pfeffer und Denise Kranz (Kindertagesstätte Lengers)

Auch Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünschen alle Kindereinrichtungen der Stadt Heringen (W.) eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit!

Genießen Sie diese mit Ihren Liebsten und kommen Sie gesund ins neue Jahr!

Die Teams der Kindereinrichtungen der Stadt Heringen (Werra)

 




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