Ein vertrauter Ort ganz anders


Liebe Leserinnen und Leser,

wenn die Schultüte in greifbare Nähe rutscht, ist es auch in den Kindertagestätten der Stadt Heringen wieder an der Zeit, den Vorschulkindern langsam auf Wiedersehen zu sagen. So geschah es auch dieses Jahr bei uns in der Kindertagesstätte „Vachaer Berg“ in Heringen mit den „Wackelzähnen“, so nennen sich die Vorschulkinder bei uns. Die diesjährige Verabschiedungsfeier sollte unter dem Motto „Rummelplatz“ stehen. Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, konnte der besondere Tag kommen.
Die „Wackelzähne“ trafen sich mit uns Erziehern am späten Nachmittag in der Einrichtung. Die Stimmung war gut, das Wetter weniger, weshalb der erste Part in den Räumlichkeiten stattfinden musste. Große Erwartungen, Neugier und Spannung war in den Kinderaugen abzulesen. Um das Gruppengefühl noch zu steigern, wurden als erstes die selber gestalteten Abschluss T-Shirts angezogen. Dann war der Moment gekommen.
Mit einer Geschichte wurde zum Motto des Festes hingeführt. Tosender Applaus und Jubel brachen aus. Passende Rummel-Musik wurde abgespielt und die Räumlichkeiten geöffnet.

Nur, was gab es dort zu sehen?

Die Kita hatte sich in einen Rummelplatz verwandelt!
 

Wo sonst in der Puppenecke gespielt, in der Kinderküche gekocht und gebacken oder am Bauteppich mit Bausteinen gebaut wurde, waren jetzt Dosenwerfen, Auto-Scooter, eine Tattoo-Station und ein Fliegender-Teppich zu finden. Alle „Wackelzähne“ signalisierten uns mit ihrem Lachen und ihrem Tatendrang, dass die Überraschung gelungen war. Zum Pausieren und Erholen konnte man sich die Rummelplatzbesucher in der Cafeteria, die sich in einen Imbissstand verwandelt hatte, zu Snacks und Getränken einfinden.
Die Zeit verflog und alle waren glücklich und zufrieden. Beim hauseigenen DJ konnten sich die jungen Besucher ihre Lieblingsmusik wünschen.

Dabei outete sich ein Michael Wendler Double, der spontan ein Liveauftritt auf der Rummelplatzbühne gab. Mit einem improvisierten Mikrofon coverte der junge Mann aus dem Stand eine super Show mit anschließender Zugabe, die alle begeisterte. Tosender Applaus begleitet den sichtlich stolzen kleinen Star von der Bühne. Bald darauf konnten die Rummelplatzbesucher ihr leckeres Abendessen schmausen. Caterina Affatato von der Pizzeria Stadtschänke hatte zu einer köstlichen Pizza eingeladen. Das Wetter hatte sich nun der Laune angepasst und war herrlich geworden und so konnte der zweite Part zur Freude aller Beteiligten im Freien stattfinden. Hierzu waren die „Wackelzahneltern“ eingeladen. Die Eltern hatten im Atrium Platz genommen und warteten gespannt auf ihre Kinder. Die „Wackelzähne“ und Erzieher versammelten sich auf der Bühne.

Nach der Eröffnung, bedankten sich die Kinder bei ihren Eltern mit lieben Worten und einer gelben Rose. Hier konnten wir liebevolle Umarmungen und einige Tränchen beobachten. Danach folgte der erste von zwei Beiträgen der „Wackelzähne“. Passend zur Begleitung über das Jahr, in welchem fleißig Buchstaben, Zahlen und viele anderen Dingen erarbeitet wurden, erklang das Lied von „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“. Hier war das Wissen der Eltern gefragt, die erraten sollten, warum dieses Lied u.a. unterstützend in der Sprachentwicklung eingesetzt wird. Das Rätsel wurde mit Hilfe der Kinder gelöst. Hier werden die Vokale, (Selbstlaute) in jeder Strophe verändert. Ein Selbstlaut ist ein deutlich erklingender Laut, bei dessen Artikulation die Atemluft verhältnismäßig ungehindert ausströmt. Auch hier wurde eine Zugabe gewünscht und die Eltern stimmten freudig mit ein. Zur Entspannung gab es anschließend die Geschichte vom „Löwen der nicht schreiben konnte“. Die „Wackelzähne“ erfreuten ihre Eltern mit dem Anlautlied. Der Anlaut ist der erste Laut eines Wortes oder einer Silbe. Vom Rummel geht man ja bekanntlich nicht mit leeren Händen nach Hause. Aus diesem Grund war der Zeitpunkt gekommen, an dem jeder „Wackelzahn“ von seinem Bezugserzieher ein Geschenk erhielt. Auch der Elternbeirat, hatte in Vertretung durch Herrn Schneider, im Anschluss eine Aufmerksamkeit für alle Kinder zu verteilen.  

Das gemeinsame Steigenlassen der Heliumballons, mit jeweils einem Zukunftswunsch der Eltern an ihr zukünftiges Schulkind, an deren Schnur lies alle Augen strahlen. Nach einem gemeinsamen Startsignal wurden die Heliumballons in den blauen Himmel entlassen. Lange wurde ihnen hinterhergeschaut, bis sie aus dem Sichtfeld verschwunden waren.
Doch auch der schönste Tag geht einmal zu Ende. So auch dieser. Aber so einfach sollte das ganze nicht zu Ende gehen. In diesem Jahr sollte ein Symbolischer „Rauswurf“ aus der Kita erfolgen. Hierfür setzte sich jedes Kind am Ausgangsbereich in ein gehaltenes Tuch und wurde durch die Ausgangstür „geworfen“. Begleitet wurde dieses durch das Lied

„Ade du schöne Kindergartenzeit“.

An dieser Stelle flossen einige Tränchen.

Aufgeheitert wurde die melancholische Stimmung durch ein „Rummel to go“ für jede Familie, um den Tag zuhause noch einmal Revue passieren zu lassen.
Das Team der Kindertagestätte „Vachaer-Berg“ wünscht allen künftigen Schulkindern einen tollen Start und viel Erfolg auf ihrem Schulweg.
 

PS: Nach einiger Zeit erreichte uns sogar ein Antwortschreiben eines Bürgers aus der Nähe von Erfurt, der einen Heliumballon von uns gefunden hatte. Auch er wünscht dem Kind alles Gute für die Zukunft.

Liebe Leserinnen und Leser, das Team der Kita „Vachaer-Berg“ wünscht Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund.

Liebe Grüße
Falk Seidel/Kita Heringen
(Erzieher)




Ansprechpartner

Kindertagesstätte Wölfershausen
Pädagogische Gesamtleitung
Klaudia Wenk-Hoyer
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