Heringer Kritik am Landesentwicklungsplan


HERINGEN. Kritik wird laut am überarbeiteten Entwurf des Landesentwicklungsplanes 2020 des Landes Hessen. Der Heringer Bürgermeister Daniel Iliev sieht die Kalistadt perspektivisch in ihrer Funktion als Mittelzentrum gefährdet:

„Wir verfügen über Fach- und Allgemeinmediziner, einen intakten Einzelhandel, zwei Grundschulen sowie einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, ein Ganzjahresbad, mehrere größere Arbeitgeber, von denen die gesamte Region profitiert, ein deutschlandweit bedeutsames Spezialmuseum für die Kali-Industrie sowie weitere kleinteilige Angebote, die bedeutsam für ein Mittelzentrum sind. Werden die Gemeinden Hohenroda und Wildeck künftig – wie es die Pläne der Landesregierung vorsehen – nicht mehr dem Mittelzentrum Heringen zugeordnet, bedeutet dies eine Schwächung des gesamten Ostkreises. Dagegen wehren wir uns.“

Die Landesregierung könne nicht einerseits eine beabsichtigte Stärkung des ländlichen Raumes proagieren und am Ende des Tages das genaue Gegenteil umsetzen. „Das Kalirevier ist seit jeher wirtschaftlicher Motor des Landkreises und damit einer ganzen Region. Welche Kommune ähnlicher Größe bietet sonst ein solch breitgefächertes Versorgungsangebot?“, fragt sich der Rathauschef.

Für Iliev ist klar: sollten die Pläne der Landesregierung umgesetzt werden, wird es keine Gewinner geben, sondern der gesamte Ostkreis wird verlieren. Die Stadt Heringen (Werra) könnte seine Mittelzentrumsfunktion verlieren und die Wege für die Bürgerinnen und Bürger im Ostkreis würden länger werden. Dagegen habe sich der Magistrat auf Initiative Ilievs ebenfalls ausgesprochen. „Wir erwarten vom Land ein klares Votum für das Mittelzentrum Heringen“, so Iliev abschließend.




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