Man muss nicht groß sein, um Großes zu bewirken: Unsere Bienen-Woche im U3-Kreis


Liebe Leserinnen und Leser,

bei uns in der Kita herrscht derzeit helle Begeisterung für alles, was kriecht, krabbelt und fliegt. Aktuell dreht sich im Alltag alles um unser gemeinsames Kita-Thema:

„Kleine Tiere, große Wirkung – Die Welt der Insekten entdecken“.

Dabei tauchen die Kinder tief in die faszinierende Welt der kleinen Krabbeltiere ein und erfahren hautnah und mit allen Sinnen, wie viel buntes Leben in unserer heimischen Natur steckt. Je nach ihren Interessen können sich die Kinder dazu täglich in verschiedene Angebote einwählen. Ein fester Bestandteil dieser Einwählangebote ist dabei der U3-Kreis unserer Jüngsten.        Hier treffen sich alle Kinder, die um drei Jahre alt sind. Gerade diese frühe Lebensphase ist von riesigen Entwicklungsschritten geprägt, denn es ist die aufregende Zeit, in der die Kinder in der Kita ankommen, sich im neuen Gruppenalltag orientieren, schrittweise Vertrauen zu den anderen Kindern und Bezugspersonen fassen und die Welt außerhalb ihrer gewohnten Umgebung mit allen Sinnen erfahren.

Passend zu unserem Thema stand in den vergangenen Tagen ein ganz besonderer und fleißiger Gast im Mittelpunkt unseres U3-Kreises, nämlich die Honigbiene.Eine ganze Woche lang haben wir uns intensiv diesem faszinierenden Insekt gewidmet. Da Kinder in diesem Alter am besten durch das ganzheitliche Erleben mit allen Sinnen (in diesem Fall: sehen, hören, tasten) in Verbindung mit Musik und Bewegung lernen, sind wir direkt mit viel Freude und spielerischem Eifer in das Thema eingestiegen.

Den Auftakt bildete stets unser vertrautes Begrüßungslied: „Wir woll‘n uns begrüßen und stampfen mit den Füßen…“, wobei jedes Kind im Singspiel namentlich begrüßt wird und dadurch ein starkes Gefühl von Zugehörigkeit und Sicherheit erfährt.

Danach ging es mit dem fröhlichen Bienen-Fingerspiel: „Bienes Lieblingsblumen“ weiter, bei dem die Kinder ihre Feinmotorik und Fingergeschicklichkeit spielerisch erproben konnten, während sie mit ihren kleinen Händen bunte Blumen nachahmten und leise summten. Natürlich durfte auch das allseits beliebte Lied: „Bienchen, summ herum“ nicht fehlen.

Wenn alle Kinder im Gruppenraum wie kleine Bienen umherflattern, leise summen und mit ausgebreiteten Armen ihre Runden drehen, ist das für alle Beteiligten ein absoluter Höhepunkt voller Lebensfreude.

Um die natürliche Neugier, den Wissensdurst und den wachsenden Forschergeist der Kinder noch weiter anzuregen, haben wir uns im Anschluss gemeinsam farbenfrohe Bildkarten der Honigbiene angeschaut. Spielerisch und altersgerecht haben wir besprochen, wie der kleine Körper einer Biene aufgebaut ist, welche auffälligen Farben sie trägt und wie sie draußen auf den Wiesen fleißig Nektar sammelt und Honig produziert.

Solche gemeinsamen Kreis-Aktionen sind für die kindliche Entwicklung von unschätzbarem Wert, da die Kinder nach bewegungsintensiven Phasen zur Ruhe kommen und das achtsame Zuhören üben, während sie gleichzeitig spielerisch und im Dialog ihren Wortschatz rund um die Natur und ihre Bewohner erweitern.

Zum feierlichen Abschluss des Kreises sangen wir schließlich das traditionelle Lied: „Alle Leut, alle Leut geh’n jetzt aus dem Kreis…“, um die Runde harmonisch, musikalisch und mit einem guten Gefühl zu beenden und wieder ins Freispiel überzugehen.

Mit diesen ganzheitlichen Angeboten legen wir den Kindern wichtige Fundamente für ihre soziale, emotionale und kognitive Entwicklung.

Die Kinder erleben Gemeinschaft, stärken ihr eigenes Selbstbewusstsein beim Mitmachen und entwickeln ganz behutsam ein erstes, feines Gespür dafür, wie wertvoll selbst die kleinsten Tiere für unsere Umwelt sind.
Wenn die Allerkleinsten mit so viel Hingabe, Neugier und leuchtenden Augen die Natur erforschen, wird einmal mehr deutlich, dass man gar nicht groß sein muss, um Großes zu bewirken. In den kommenden Wochen und Monaten wird unsere Kita diesen natürlichen Forscherdrang natürlich mit vielen weiteren spannenden Angeboten begleiten, schlichtweg, weil es direkt vor unserer Haustür noch so unglaublich viel zu entdecken gibt.

Lisa Meier
Erzieherin der Kita „Vachaer Berg“ Heringen