Sensorikspielzeug in der Kita: Entdecken und Erleben für die Kleinen


Liebe Leserinnen und Leser,

in der Kita Lengers haben wir zurzeit mehrere Kinder, welche unter drei Jahren alt sind. Diese Altersgruppe bringt ganz eigene Bedürfnisse mit sich. Jeder Mensch nimmt die Welt mit allen Sinnen wahr. Doch Kinder lernen die Welt durch diese Sinne erst kennen. Durch sogenanntes Sensorik – Spielzeug, konnten wir auf die Interessen und Bedürfnisse der Kinder eingehen.

Doch was genau ist Sensorik? Sensorik kommt von „Sinne“ und es bedeutet, Informationen aus der Umgebung (wie weich, laut, kalt, süß) aufzunehmen und im Kopf zu verarbeiten. Jeder Mensch hat verschiedene Sinne, welche genutzt werden, um die Welt um sich herum zu erfassen. Dazu gehört der Tastsinn, der Geschmackssinn, der Geruchssinn, der Gehörsinn und der Sehsinn. Das Gehirn sortiert diese Sinneseindrücke und versucht sie zu verstehen. Genau diese Sinne werden gezielt durch sensorisches Spielzeug angesprochen. In den ersten Lebensjahren lernen Kinder vor allem durch Greifen, Fallenlassen und durch Wiederholungen. Diese Bewegungen gelten schon als sensorische Spiele, genauso wie zum Beispiel eine Box mit Sand oder einen Becher, der kippt und rollt. Dadurch können die Kinder ihre Sinne trainieren und weiterentwickeln, damit sie ihre Umgebung besser wahrnehmen und verstehen. Gleichzeitig unterstützt sensomotorisches Spielen die Konzentration, die Feinmotorik sowie die kognitive und sprachliche Entwicklung. Sensorik – Spielzeug unterscheidet sich von traditionellem Spielzeug durch seinen offenen Charakter. Hierbei geht es vor allem um die Entdeckung, welche die Neugier weckt und das Lernen aus eigenem Antrieb anregt.

In unserer Kita gibt es sogenannte „feste Kreise“, dort nehmen die Kinder unter drei Jahren teil. Dies bietet uns die Möglichkeit, den Kindern altersgerechte Angebote anzubieten. Im Alltag spielen die Kinder zurzeit sehr gerne mit den Wasserperlen von Eduplay. Diese Perlen saugen sich mit Wasser voll und vervielfachen dadurch ihre Größe. Die Perlen füllen die Kinder in verschiedene Gefäße wie Becher, Töpfe, Schüsseln oder lassen sie durch ihre Hände kullern. Die Kinder erleben dadurch spielerisch verschiedene Texturen, Volumen und Farben. Wer zu Hause auch ein Kleinkind hat weiß, dass Kinder in diesem Alter oft ihr Spielzeug liegen lassen und am liebsten Gegenstände aus ihrem Alltag nutzen. Auch wir nutzen hier viele Materialien aus dem Alltag, um den Kindern sensorische Erfahrungen zu ermöglichen. Mit einer Plastikflasche, Wasser, Öl und kleine Gegenstände wie Muscheln oder Perlen lässt sich zum Beispiel eine Sensorikflasche herstellen. Wer mag kann Nudeln in verschiedenen Farben bemalen und diese anschließend in die richtige Box sortieren lassen. Wichtig ist beim Gestalten von Sensorik-Spielzeug darauf zu achten, dass oft das Prinzip „Weniger ist mehr“ gilt. Dies verhindert Überforderung und kann die Kreativität der Kinder fördern.

Zusammenfassend fördert Sensorik-Spielzeug Motorik, Konzentration, Sprache, Kreativität, emotionale Balance und soziale Kompetenzen. Probieren Sie es aus und schauen Sie wie aus neugierigen Fingern kleine Entdecker werden. Welches Sensorik – Abenteuer starten Sie als Erstes?

Emily Kuhlmey

Berufspraktikantin der Kita Lengers




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