„30 Jahre Grenzöffnung“ - Wir erinnern uns gemeinsam


Hessische und thüringische Kommunen feiern gemeinsam

Am 9. November diesen Jahres wird in der gesamten Region an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen des 30. Jahrestag der Grenzöffnung gedacht. Mit gemeinsamen Fest- und Gedenkveranstaltungen erinnern die Werratalgemeinden Heringen, Wildeck, Gerstungen und die Stadt Werra-Suhl-Tal an den Mauerfall vor 30 Jahren vom 09. - 17.11 2019. Die Feiern sind grenzübergreifend.

Am 12.11.1989 um 10.00 Uhr, öffnete sich die Grenze auf der stillgelegten Autobahn zwischen Wildeck-Obersuhl und Gerstungen-Untersuhl. Heute, 30 Jahre später sind alle Grenzzäune abgebaut, Stacheldrahtrollen aufgerollt. Die Natur hat Patrouillenwege und „Todesstreifen“ überwuchert, Wachtürme und Bunker sind abgerissen oder als Denkmal stehen gelassen. Das ist und bleibt ein Glücksfall für die deutsche Bevölkerung.

Wer hätte im Sommer 1989 daran geglaubt, dass sich Menschen in Wildeck, Gerstungen, Heringen und Werra-Suhl-Tal im Jahr 2019 darüber Gedanken machen, wie sie das 30. Jubiläum der Grenzöffnung ausgestalten können.

Damals lagen die thüringischen Kommunen im Sperrgebiet und waren von Wildeck und Heringen durch den „Eisernen Vorhang“ nahezu unüberwindbar getrennt. Heute erinnert uns das „Grüne Band“ an die ehemalige innerdeutsche Grenze und ist ein gemeinsames Erholungs- uns Ausflugsgebiet.

Nach halbjähriger Planung wollen die Kommunen Wildeck, Gerstungen, Heringen und Werra-Suhl-Tal in mehreren Veranstaltungen die Menschen der Region zusammenbringen und sie an die Zeit vor dem Mauerfall und an das Geschehen und die Grenzöffnung erinnern. Gemeinsam wollen die Bürgermeister/Innen Sylvia Hartung (Gemeinde Gerstungen), Alexander Wirth (Gemeinde Wildeck), René Weisheit (Stadt Werra-Suhl-Tal) und Daniel Illiev (Stadt Heringen) die Bürger zu den Veranstaltungen recht herzlich einladen und hoffen, die Besucher haben dabei gute Gedanken und empfinden Freude bei den gemeinsamen Begegnungen. Die Feierlichkeiten sind von den Bürgern für die Bürger konzipiert worden und laufen unter dem Motto: „Erinnerungen wachhalten“.

Heringens Bürgermeister Daniel Illiev:“ Ich war beim Mauerfall erst fünf Jahre alt. Gerade für meine Generation sei der der Mauerfall ein bahnbrechendes Ereignis gewesen. Ich bin froh, das Heringen erstmals gemeinsam mit den Nachbargemeinden feiern darf.

René Weisheit, Bürgermeister der neu-formierten Stadt Werra-Suhl-Tal: Es ist und bleibt ein Glücksfall der Geschichte“.

Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth: „Da oben auf der alten Autobahn bei Obersuhl habe ich bei der Grenzöffnung am 12.11.1989 vor Freude auf die Trabis geklopft – damals haben wir dafür sogar die Berufsschule geschwänzt. Die Verbundenheit der Gemeinden Wildeck, Gerstungen, Heringen und Werra-Suhl-Tal wird im Verlauf der Festtage 2019 zu spüren sein“

Gerald Taubert, Schulleiter Gymnasium Gerstungen, Schule der Einheit: „Die Öffnung der Grenze ist ein Ergebnis, das in der Geschichte seinesgleichen sucht. Die Festrede hält der frühere Ministerpräsident von Thüringen, Bernhard Vogel. Er macht das speziell für uns, weil ihm diese Schule am Herzen liegt.“

Hans-Karl Gliem, ehemaliger BGS-Beamter: „Die Tage im November 1989 waren für mich die ereignisreichsten meiner 40-jährigen Dienstzeit beim BGS. Aber schon damals wusste ich, dass dies für uns BGS-Beamte einschränkende Veränderungen mit sich bringen wird.

 „Gemeinsam wollen wir feiern und uns so der großen Bedeutung der Grenzöffnung wieder bewusst werden“, das erklärten übereinstimmend die Mitakteure.

 

 




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