Energiewende in Heringen erreicht neuen Meilenstein – Stromerzeugung steigt auf


Heringen. Ein starkes Zeichen für die Energiewende: Die aktuelle Energiemengenbilanz des Netzbetreibers EAM Netz zeigt, dass die Stadt Heringen (Werra) im Jahr 2025 bilanziell 252,7 Prozent ihres eigenen Stromverbrauchs aus regional erzeugter erneuerbarer Energie deckt. Damit wird theoretisch nicht nur der gesamte Strombedarf der Kalistadt gedeckt – Heringen produziert darüber hinaus erhebliche Mengen klimafreundlichen Stroms für das öffentliche Netz.

Die regionale Stromerzeugung ist in den vergangenen Jahren bezogen auf die Stadt Heringen (Werra) deutlich gestiegen. Während im Jahr 2023 noch rund 15,8 Millionen Kilowattstunden erzeugt wurden, waren es 2025 bereits 35,6 Millionen Kilowattstunden. Im gleichen Zeitraum blieb der Stromverbrauch mit rund 14,1 Millionen Kilowattstunden weitgehend konstant. Den größten Beitrag zu dieser Entwicklung leistet die Windenergie. Durch den Ausbau der Windkraftanlagen stieg deren Stromproduktion innerhalb von zwei Jahren von 7,3 auf 26,3 Millionen Kilowattstunden. Auch die Photovoltaik entwickelt sich weiter positiv: Die Zahl der Solaranlagen erhöhte sich von 442 auf 669 Anlagen. Von diesem Ausbau profitiert Heringen nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell. Über die Beteiligung der Kommune an Windenergieanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie weitere kommunale Einnahmen aus dem Betrieb erneuerbarer Energien fließen zusätzliche Mittel in den städtischen Haushalt. Diese können wiederum in die Entwicklung der Stadt und ihrer Ortsteile investiert werden.

Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien wächst auch der Beitrag zum Klimaschutz. Die durch EEG-Anlagen erzielte CO₂-Minderung steigt im Jahr 2025 auf 12.220 Tonnen. Rund drei Viertel dieser Einsparung entfallen auf die Windenergie, weitere Anteile stammen aus Photovoltaik und Wasserkraft. Auch die installierte Erzeugungsleistung wurde deutlich erhöht. Sie stieg von 12,7 Megawatt im Jahr 2023 auf 25,5 Megawatt im Jahr 2025. Insgesamt sind inzwischen 684 Anlagen zur Stromerzeugung im Stadtgebiet in Betrieb.

Bürgermeister Daniel Iliev ist beeindruckt von dieser Entwicklung: „Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass Heringen beim Ausbau der erneuerbaren Energien auf dem richtigen Weg ist. Wir erzeugen heute deutlich mehr klimafreundlichen Strom. Das ist ein großer Erfolg für unsere Stadt, für den Klimaschutz und für die regionale Wertschöpfung. Mein Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen sowie Projektentwicklern, die mit ihrem Engagement zu dieser positiven Entwicklung beigetragen haben.“

Die aktuelle Energiemengenbilanz verdeutlicht, dass Heringen zu den Kommunen gehört, die bereits heute einen erheblichen Beitrag zur regionalen und überregionalen Versorgung mit erneuerbarem Strom leisten. Der erzeugte Überschuss wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist und unterstützt so die Energiewende weit über die Stadtgrenzen hinaus.

Bild: Eine der neuesten Beispiele für klimafreundliche Eigenstromnutzung in Heringen: das frisch sanierte Bürgerhaus in der Kernstadt.

 




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