Projekt "Regenwurm" in der Kita Widdershausen


Liebe Leserinnen und Leser,

im Rahmen meiner Facharbeit, habe ich mit ein paar Kindern aus der Kindertagesstätte Widdershausen, ein Projekt, mit dem Thema Regenwürmer durchgeführt. Das Projekt entwickelte sich aus dem Interesse der Kinder, da die Kinder auf dem Außengeländer, der Kindertagesstätte immer wieder nach Regenwürmern gebuddelt, gesucht und nach ihnen Ausschau gehalten haben. Hierbei erübrigten sich viele Fragen von den Kindern, wie zum Beispiel: „Warum heißt der Regenwurm eigentlich Regenwurm?“ oder auch „Wie alt wird eigentlich ein Regenwurm?“. Das Interesse der Kinder habe ich mithilfe des Projekts aufgegriffen und ihre Fragen beantwortet.

Die „Regenwurmgruppe“, so nannten sich die Kinder, die an dem Projekt teilgenommen haben, hat an verschiedenen Regenwurmtreffen teilgenommen. Zu Beginn der Regenwurmtreffen begannen wir immer mit einem wiederkehrenden Ritual, nämlich das Lied „Hörst du die Regenwürmer husten?“ zu singen. Des Weiteren erstellten die Kinder zu der Geschichte vom Regenwurm Rudi ein Bilderbuch-Erzähltheater, dies führten sie bei jedem Regenwurmtreffen weiter.  Die Regenwurmtreffen hatten verschiedene Schwerpunkte, die den Kindern mehr Wissen über den Regenwurm und seinen Lebensraum lieferten. Zum einen schauten wir uns den natürlichen Lebensraum der Regenwürmer an und sammelten verschiedene Naturmaterialien, um eine Regenwurmbeobachtungsstation zu bauen. Diese bauten wir später auf und sammelten hierfür auch Regenwürmer mit einer Becherlupe. Des Weiteren besprachen wir, dass der Regenwurm gerne auf dem Kompost lebt und wir schauten, was man alles auf den Kompost legen darf und was nicht. Außerdem haben wir den Regenwurm auch mithilfe von Experimenten erforscht, sodass die Kinder verstehen und erkennen konnten, dass der Regenwurm beispielsweise keine Ohren besitzt. Zum Schluss jedes Regenwurmtreffens haben wir auch wieder ein Ritual durchgeführt, nämlich ein Regenwurmfingerspiel und eine gemeinsame Reflexionsrunde, bei der die Kinder sagen konnten, was ihnen gefallen hat und auch, was ihnen nicht gefallen hat. Auch die anderen Kinder konnten später von dem Projekt profitieren, da wir das Projekt im Flur der Kita ausgestellt haben und die Regenwurmgruppe den anderen Kindern viel über die Regenwürmer erklärt haben.

In den nachfolgenden Wochen nach Abschluss des Projekts, ist uns als Team aufgefallen, dass die Kinder im Umgang mit den Regenwürmern und allgemein mit Tieren, sehr achtsam und sensibel umgehen. Sie achten darauf, dass sie die Tiere nicht verletzen und weisen auch andere Kinder darauf hin, auf die Tiere zu achten. Außerdem haben die Kinder einen sehr großen Wissensschatz aus dem Projekt erworben, den sie nun auch auf andere Tiere übertragen, wie zum Beispiel, dass auch Schnecken gerne auf dem Kompost leben, wie auch Ameisen. Dies ist auch ein wichtiger Bestandteil des nachhaltigen Lernens, denn die Kinder können ihr erworbenes Wissen auch auf andere Bereiche übertragen und es wieder abrufen.

Da die Projektarbeit alle Sinne der Kinder anspricht, sich aus dem eigenen Tun der Kinder heraus entwickelt und die damit gemachten Erfahrungen Voraussetzung für die Abspeicherung von lebenslangem Wissen ermöglicht, ist sie heutzutage aus der pädagogischen Arbeit nicht mehr wegzudenken.

Projektarbeit ermöglicht den Kindern sich verschiedene Kompetenzen anzueignen, z.B.:   

- Erwerb von Problemlösungstechniken,
- Durchhaltevermögen,
- Erlernen von Gesprächsfertigkeiten (Mitteilen von Bedürfnissen, Interessen und Wünschen),
- Konfliktlösungsfähigkeiten,
- Kompromissbereitschaft,
- Aneignung von Gesprächs - und Verhaltensregeln,
- Normen und Werte, demokratisches Verhalten,
- Entwicklung von Kooperationsfähigkeit,
- Selbstständigkeit und Selbstbestimmung,
- Selbstachtung und Selbstvertrauen,
- Gefühl von Kompetenz,
- positives Selbstbild,
- Entwicklung von Grob - und Feinmotorik sowie
- Ausbildung von Fantasie und kreative Fertigkeiten.

Ein Projekt lebt von den vielfältigen Möglichkeiten und Angeboten in den verschiedenen Bereichen, die da sind:

- Musik,
- Kreativität,
- Bewegung,
- Experimente,
- Phantasie,
- Sprache,
- Naturwissenschaften und
- Exkursionen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Die Philosophie eines jeden Projektes ist:

                 „Nicht das Ziel ist der Weg, sondern der Weg ist das Ziel“

wie Sie dem Artikel entnehmen können ist Projektarbeit im Leben eines jeden Kindes ein wichtiger Bestandteil, den hier lernen Kinder nicht nur, sie können sich Wissen langfristig und wieder abrufbar aneignen und in ihrem späteren Leben anwenden.

Liebe Grüße,
Lisa Hübner
Kindertagesstätte Widdershausen

 

 

 

 

 




Ansprechpartner

Kindertagesstätte Wölfershausen
Pädagogische Gesamtleitung
Klaudia Wenk-Hoyer
 (06624)4513276
Email-Kontakt